Am 13. August 2011 haben wir zusammen mit vielen Menschen verhindert, dass die NPD vom S-Bahnhof Bornholmer Straße aus durch Wedding/Prenzlauer Berg marschieren konnte.
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Bereits am 1. Mai 2010 hatte die NPD an diesem symbolträchtigen Ort eine Kundgebung angemeldet. Der sich daran anschließende Aufmarsch von 600 Nazis wurde jedoch bereits nach wenigen Metern durch entschlossenes und zivilgesellschaftliches Handeln gestoppt. 10.000 Menschen hatten sich an dem Blockadekonzept des Berliner Bündnisses „1. Mai-Nazifrei“ aktiv beteiligt. Auch für den 13. August 2011 rufen wir als Bündnis – bestehend aus antifaschistischen Gruppen, zivilgesellschaftlichen Vereinen, Gewerkschaften und Parteien aus Pankow und Wedding – dazu auf, die Kundgebung der NPD zu verhindern.
Das Anliegen der NPD ist es, an diesem Tag die Erinnerung an den Mauerbau und das Gedenken an die Mauertoten für ihre politischen Ziele zu vereinnahmen. Sie nutzen einen für viele Berliner_innen emotional besetzten Teil der jüngsten deutschen Geschichte für ihre Wahlkampfzwecke aus. Dabei klammern sie jedoch komplett eine wesentliche Ursache aus, die zur Teilung in zwei deutsche Staaten geführt hat: Den Nationalsozialismus. Es ist eine Komponente der politischen Strategie der NPD, die Verbrechen des deutschen Faschismus zu leugnen und Deutschland zum eigentlichen Opfer des Zweiten Weltkrieges und seiner Folgen umzudeuten.
Wir aber sagen: Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!
Auch 2011 wollen wir die NPD-Kundgebung in Pankow durch Blockaden verhindern. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns dem braunen Mob in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Dabei sind wir solidarisch mit allen, die mit uns dieses Ziel teilen und der NPD-Kundgebung entgegen treten wollen.
Unterstützt uns und kommt am 13. August 2011 um 10 Uhr zum S-Bahnhof Bornholmer Straße – gemeinsam werden wir die NPD-Kundgebung verhindern!
Kundgebungen befinden sich sowohl auf der Weddinger wie der Pankower Seite am Ende der Bösebrücke jeweils links und rechts der Fahrbahn.
Initiative Wir sind Pankow – tolerant und weltoffen
Bündnis Mitte gegen Rassismus
Aktuelle Informationen findet Ihr unter: www.mbr-berlin.de


